Hochnissl

Hochnissl

Künstler:

YAGE

Datum:

07. Februar 2011

Genre:

Indie, Rock

Spieldauer:

01:15:38

Tracks:

10

Musik:

Daniel Rauch, Michael Märkl, Benjamin Reichenbach-Klinke

Text:

Daniel Rauch

Interpreten:

Daniel Rauch, Michael Märkl, Benjamin Reichenbach-Klinke

Produktion:

Reinhard Gross

Bestell-Nr.:

HR 10 001

EAN-Code:

9008798048762

Info

01 Aufstehn

Gerade aufgestanden. Die Reise kann beginnen...

02 Rein + Raus

Du packst Dinge in den Rucksack um sie wieder heraus zu holen. Du steigst ins Auto ein, steigst aus dem Auto aus. Steigst in deine Wanderstiefel um sie wieder auszuziehen, wenn Du die Füße in einen kühlen Bach legst. Du gehst in die wilde Bergnatur hinein und am Ende des Tages wieder hinaus. Zurück in den Alltag, aus dem Du wieder in die Wildnis flüchtest. Es wiederholt sich und es ist gut.

03 Hochnissl

Tief im Karwendel steht sie, die königliche Pyramide des Hochnissl. Im östlichen Gratausläufer der Zentralkette ragt der Namensgeber des Albums in den Himmel. Im zarten Morgenrot geht es an einem kühlen Novembermorgen zu den senkrechten Nordabstürzen. Und ohne großes Aufwärmen leiten schon die Drahtseile den taufeuchten Fels entlang in luftige Höhen. Mitten durch diese Felsbastion führt der düstere Brudertunnel bis zum Lamskar, das bereits in der warmen Sonne liegt. Zunächst durch die steile Südflanke dann auf schmalem Grat leitet ein Pfad Richtung Gipfel. Im steten Auf und Ab, über zwei Vorgipfel, durch schuttgefüllte Rinnen hinab und ausgesetzte Bänder entlang. Dann endlich ein letzter mühevoller Schlussanstieg und es tut sich eine grandiose Aussicht auf. Südlich des Inns die bereits tief verschneiten 3000er. Im Westen Im Westen die mächtigen Gipfel des Zentralkarwendels. Und im Norden reicht der Blick übers Vorkarwendel bis in die Schotterebene des Isartals.

04 Reibung

Ohne Reibung geht es nicht im Leben. Und leben wollen wir! Reibung heißt Veränderung. Veränderung heißt Leben. Und um zu leben brauchen wir die Reibung. Ohne sie würde alles stagnieren, stillstehen, sterben. Und wie wichtig ist die Reibung für den Bergsteiger! Auch der Gummi der Bergstiefel reibt sich an den Felsen, während wir nach oben reiben. Und der Finger reibt sich am Gestein und wir alle reiben durch das Leben. Um zu leben!

05 Nummer Neun

Auf dem Gipfel angekommen wird – überwältigt von der gewaltigen Ursprünglichkeit der Berge – zwangsläufig begonnen zu philosophieren. Das Gipfelkreuz drängt Gedanken über Jesus Christus auf, der um die neunte Stunde sein Leben dahingab. Ein passendes Thema, denn auch beim Bergsteigen begibt man sich in lebensgefährliche Situationen. Und steckt man mitten in einem Gewitter oder Schneesturm fragt man sich selbe Worte wie Jesus als er am Kreuz hing:„Eloi, Eloi, lema sabachtani?“ „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ (Mk 15,34 EU) Doch mit Glück und Verstand kommt man gewiss aus der Situation und sicher und unverletzt zurück ins Leben.

06 Psychose

Wo sie herkam ist ungewiss. War es der Sturz in den Höllenschlund? Die Experimente in der Jugend? Oder eine organische Ursache? Verwirrung macht sich breit über die eigene Existenz. Den Sinn des eigenen Seins. Die Stimmen im Kopf penetrieren den Protagonisten. Geben ihm Befehle, denen er sich nur schwer erwehren kann. Was wollen sie und warum? Die Frage bleibt ungeklärt, doch am Ende des Tunnels wartet das Licht und bringt Heilung.

07 Hunger

Der Hochnissl ist bestiegen. Nun gilt es wieder ins sichere Tal zu gelangen. Die Tage sind schon kurz und so ist Eile geboten. Der lange Abstieg fordert seinen Tribut an die Knie, die immer mehr zu schmerzen beginnen. Doch das Tageslicht schwindet allmählich und so ist keine Rast möglich. An der bereits geschlossenen Lasmenjochhütte vorbei wird hinab gestolpert. Der Körper fordert Energie, der Hunger wird größer und zwickt bedrohlich in den Magen. Endlich wird bei hereinbrechender Dunkelheit das Auto erreicht. Die entkräfteten Körper frieren und schmerzen. Wo gibt es wohl etwas zu Essen? Hoffnungsvoll wird die Heimfahrt angetreten bis endlich ein sonst gemiedenes Fastfoodrestaurant in Rottach die ersehnten fettigen Kalorien liefert. Jetzt wird alles gut, die Wärme und das Leben kehren zurück in die glücklichen Wanderer!

08 Höllenschlund

Panik macht sich in ihm breit. So zitternd kimmt er nimmer weit. Die Knie sind weich und das Hirn ist leer. Im Wahn er lacht: "Ich kann nicht mehr!"

Der Mann rutscht aus, fällt in den Schlund. Der schluckt ihn mit seinem eisigen Mund. Der Höllenschlund ist ohne Grund.

Er schluckt den Mann, der nicht mehr kann. Der Höllenschlund - ein Grab aus Eis... Was reinfällt, gibt er nie wieder preis!

09 Abschied

Nach einer gelungenen Bergtour bei herrlichem Wetter sitzt Du am Steuer auf der Garmischer Autobahn und fährst entspannt nach diesem schönen Tag Richtung Norden. Im Rückspiegel leuchtet in einem warmen Orange die Zugspitze auf, die sich gegen einen von rosa zu tiefblau verlaufendem Himmel abhebt. Die Freude ist groß, Du denkst an den wunderbaren Tag zurück, an einzelne ausgesetzte Stellen und an die phantastische Aussicht über das Inntal. Erinnerst Dich an die leckere Gipfeljause die den Hunger stillte. Ambrosia für die Seele. Und dennoch ist ein Quäntchen Trauer dabei, eine kleine Träne. Wie gern wärest Du dort oben geblieben. Wie gerne weitergeklettert. Doch nun bist Du auf dem Weg zurück in den Alltag. Aber gewappnet mit einem Rucksack schöner Erinnerungen!

10 Phoenix

Phoenix ist Daniel B. gewidmet, einem guten Freund der Band und langjähriger Bergkamerad. Das Lied beschreibt das Ende seiner zwölfjährigen Beziehung und ist in vier Episoden geteilt:

Episode 1 beschreibt zwölf Jahre Beziehung mit allen Höhen und Tiefen. Gute Zeiten werden erlebt und Krisen werden überwunden.

Episode 2 stellt die Agonie des Protagonisten und das plötzliche Ende der Beziehung dar. Schmerz und Trauer, Verzweiflung und Niedergeschlagenheit. Die Seele brennt, zerfällt zu Asche.

Episode 3 befasst sich mit der Wiederauferstehung. Mit einem deutlichen Geburtsschrei erhebt sich der Phoenix aus der Asche. Glanzvoller wie je zuvor und gestärkt durch die Überwindung des eigenen Zerfalls.

Episode 4 offenbart die noch ungeschriebene positive Zukunft, die dem prächtigen Phoenix nun bevorsteht. Eine neue Beziehung, eine starke Psyche. Der Protagonist wird entlassen in eine gute neue Welt voll herrlicher Möglichkeiten.

Tracks

  1. Aufstehn 05:15
  2. Rein + Raus 02:34
  3. Hochnissl 08:16
  4. Reibung 07:29
  5. Nummer Neun 10:01
  6. Psychose 11:01
  7. Hunger 05:29
  8. Hoellenschlund 06:59
  9. Abschied 06:53
  10. Phoenix 11:41
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